ESSEN & TRINKEN • FUERTEVENTURA

 

Retaurant Empfehlungen: Restaurant DON ANTONIO

Die typische Inselküche Fuerteventuras setzt sich hauptsächlich aus einfachsten Zutaten zusammen und kommt heute in ihrer Ursprungsform nur noch in einfachen Restaurants, meist abseits der touristischen Zonen, auf den Tisch. Hierzu zählt beispielsweise "Gofio", das Grundnahrungsmittel der Inselbevölkerung. Gofio ist ein Mehl aus gerösteten und gemahlenen Getreidekörnern, welches z.B. zum Andicken von Suppen und Eintöpfen verwendet wird. Man rührt es sich morgens in den Milchkaffee, den Kleinkindern wird es dem Brei zugefügt. Selbst auf dem Speiseplan der Kanarischen Hunde fehlt Gofio nicht.
Eine weitere Besonderheit der Kanarischen Küche sind die "papas arrugadas con mojo", kleine "Runzelkartoffeln" mit mojo verde (grüne Knoblauchsauce) oder mojo rojo bzw. mojo picón (rote, sehr pikante Knoblauchsauce). Die Runzelkartoffeln, die mit Schale gegessen werden, entstehen, indem man kleine Kartoffeln in stark gesalzenem Wasser (im Original Meerwasser) kocht, dann das Wasser abschüttet und die Kartoffeln ohne Wasser auf kleiner Flamme unter Schütteln des Topfes abdämpft, bis alles restliche Wasser verdampft und das kristallisierte Salz an der Schale der Kartoffeln anhaftet.
"Papas arrugadas con mojo" werden sowohl zu Fisch-, als auch zu Fleischgerichten serviert. Ebenso großer Beliebtheit erfreuen sich die "batatas" (saisonbedingt) con mojo, Süßkartoffeln mit Knoblauchsauce. Interessant, wie gut der Geschmack dieser stark süßlichen Kartoffelart mit der Schärfe des Knoblauchs harmoniert.

Zum desayuno (Frühstück) reicht den Canarios meist ein "café con leche" (Milchkaffee) und dazu ein dulce (Gebäck). Besonders beliebt sind churros, ein Brandteiggebäck, welches frisch aus der Friteuse, getunkt in "chocolate caliente" (heiße Schokolade) oder "café con leche", ausgesprochen lecker ist.
Im Gegensatz zu den Urlaubern wird bei den Inselbewohnern nach dem eher kargen Früstück viel Wert auf ein ausgiebiges almuerzo (Mittagessen) gelegt. Es beginnt so zwischen 13 und 14 Uhr und kann sich z.B. am Wochenende bis in den späten Nachmittag hinein ausdehnen. Hier kommt dann so ziemlich alles auf den Tisch, was die Küche zu bieten hat. Einheimische Lokale z.B. bereiten an Sonn- bzw. Feiertagen gern einen Puchero zu, ein recht aufwendiges Eintopfgericht, welches aus mehreren Sorten Fleisch (im Original 7 verschiedene Fleischarten) und diversen Gemüsesorten besteht. Die Gemüse, meist Möhren, Kartoffeln, Mais, Weißkohl und Kichererbsen (garbanzos), werden getrennt voneinander in Salzwasser gegart und kommen dann zusammen mit dem gegarten Fleisch auf den Teller. Die entstandene, sehr schmackhafte Brühe, wird gern zum Anrühren von "gofio" verwandt, welches dann, je nach Appetit, zu dem sehr reichhaltigen Gericht gegessen wird.

Ein weiteres beliebtes Eintopfgericht ist der Rancho Canario, bestehend aus garbanzos (Kichererbsen), Nudeln und Kartoffeln, sowie Speck, Rind- und Hühnerfleisch.

Die potaje canario, ein Gemüseeintopf, oft auf der Grundlage von Linsen oder Kichererbsen zubereitet, ist eine recht sättigende Vorspeise. Eine Spezialität ist die potaje de berros (Brunnenkresse).

Tradition hat auch der sancocho canario, ein Eintopfgericht aus getrocknetem Fisch, Kartoffeln, Süßkartoffeln und Gemüse. Vor der Zubereitung wird der getrocknete Fisch mehrere Stunden in Wasser eingeweicht.

Fisch

Und dann gibt es natürlich Fisch in allen Variationen. Gebraten, gegrillt oder gekocht, frisch ist er natürlich am besten. Beim "pescado del día" (Fisch des Tages) hat man die größten Chancen, einen wirklich frischen Fisch zu bekommen. Seezungen, auf fast allen Speisekarten zu finden, sind fast immer "congelado" (tiefgefroren).
Eine besondere Zubereitungsart ist der "Pescado a la sal" (Fisch in Salzkruste).
Hierzu wird der Fisch ganz in Meersalz eingepackt und im Ofen gebacken.

 

 


Zu den fast immer frisch erhältlichen Fischen zählen:

© 2000 Fischaquarelle Otto E. Wieghardt

Fleisch

Zu den bekanntesten Kanarischen Fleischgerichten gehören "Conejo en salmorejo" (Wildkaninchen in Beize), "Cabrito" (Zicklein) und "Cordero" (Lamm).

Tapas

In fast allen Bars, zumindest außerhalb der touristischen Zonen, erhält man "tapas", kleine Appetithappen in verschiedensten Variationen, auf Tellerchen serviert, hervorragend zum Ausprobieren verschiedener Gerichte. Das Servieren von tapas ist vom spanischen Festland übernommen worden. Tapa bedeutet, wörtlich übersetzt , "Deckel". Damals erhielt man beim Bestellen eines Getränkes automatisch das Glas mit einem kleinen Tellerchen abgedeckt, auf dem sich ein Appetithäppchen befand. Dies war dann meist ein Stückchen Käse oder Schinken. Kenner behaupten, man habe diese Sitte aus hygienischen Gründen eingeführt, um Fliegen etc. von dem Getränk fernzuhalten. Leider, obwohl es immer noch Fliegen gibt, existiert das Abdecken der Gläser in dieser Form nicht mehr. Dafür gibt es heute eine reichliche Auswahl an tapas, es gibt regelrechte "Tapa-Bars", die bis zu 25 verschiedene Gerichte anbieten. Im Normalfall findet man , außer Schinken und Käse, in der Glasvitrine auf dem Tresen "ensaladilla" (eine Art Kartoffelsalat), "pollo" (Huhn), "carne en salsa" oder "estofado" (Fleisch in Sauce bzw. Gulasch) und "paella".