Casa Ibañez
Lage
Das Anwesen
Grundriß
architectural digest
Fotos
Preis
Kontakt
home





|
Angefangen
von Herrenhäusern über rustikale und im Kolonialstil gebaute
Häuser zu schlichten, unverzierten Bauten, hat Lanzarote auch in seinen
Neubauten die Eigentümlichkeit und Persönlichkeit der Architektur
mit Hilfe von Cesar Manrique, zum größten
Teil erhalten können, auch wenn sich heute die Ausmaße
der Häuser verändert haben und die Fenster nicht mehr nur kleine
Luftlöcher sind, um das innere des Hauses vor
der Sonne zu schützen.
Luis Ibanez ist heute einer der größten
Fachmänner, der sich mit Fleiß und Hingabe
der kanarischen Architektur widmet.
Vor Jahren kam er als bekannter Maler nach Lanzarote,
um sich nach neuen Themen und Farben umzusehen. Geboren
in Tarrasa (Barcelona), studierte er das Textilgewerbe, aber sehr bald
widmete er sich voll und ganz der Ölmalerei.
Nachdem er in Madrid und Barce- lona verschiedene
Auszeichnungen erhalten hatte, zog er in den 60ziger Jah- ren nach Teneriffa, wo er eine Kunstgalerie eröffnete,
sich aber weiterhin der realistischen Ölmalerei
widmete.
"Von dort bin ich nach Lanzarote auf der Suche nach neuen Anregungen
gegangen. Nach und nach entdeckte ich die Architektur
und, ohne es zu mer- ken, erlitt ich eine
Art Metamorphose", und ab dem Zeitpunkt hat er nicht nur die Weiterführung dieser puren, einfachen doch so
ausdrucksvollen Architektur verteidigt, sondern
auch selbst entworfen.
Somit finden wir in seinem Atelier keine Leinwand
und Pinsel, sondern Zeichentische, Lineale und Winkelmaße. Auch wenn
sein Interesse für die bildenden Künste weiterhin besteht, sein
Berufsleben widmet er einzig und allein der Architektur.
"lmmer noch entdecke ich faszinierende alte
Häuser mit überraschend purem Baustil.
Ich reise nie ohne Block und Bleistift, mache Skizzen von der Vergangenheit, die hier und da noch zu finden ist. Oft
werden in den Touristenzentren neue Entwürfe hundertfach verwendet,
was gar nicht nötig ist, da die volkstümliche
Architektur viel mehr Möglichkeiten bietet. Zum Beispiel habe ich
eine Unmenge von antiken Schornsteinformen dieser
Insel entdeckt, die ich in meine Entwürfe
integriere. Meine Arbeit ist das Resultat meiner Bewunderung und meines Respekts der Insel gegenüber, mit der
ich mich voll identifiziere.
" Viele Bauwerke sowie Dorfplätze
und Alleen tragen seine Handschrift, die ihm 1989
die Auszeichnung des Patronatrechts des Tourismus und der Inselverwaltung
eingebracht haben, da er mit mehreren Gemeinden zusammenarbeitet.
Aber es ist in seinem Haus in Tias, wo wir gierig
den Zauber der Einfachheit in uns aufsaugen.
"Als ich dieses Haus entdeckte, stand nur noch
wenig von den Grundmauern. Eigentlich nur das Patio und die Ziegenställe,
und da habe ich ganz langsam und mit viel
Geduld angefangen, das Haus zu renovieren mit einer klaren
Idee: die antike Form zu respektieren. Die Ställe sind heute eine
Wein- bodega mit Grillecke für "lockere"
Grillabende. Im Haus habe ich viele Ideen und
Formen aus der volkstümlichen Architektur mit eingebaut und natürlich
der Landschaft angepaßt.
" Das Haus ist langsam auf einem Basaltstrom,
den man zum Teil im großen Salon aus
dem Fußboden herauswachsend bewundern kann, groß geworden
und ist eine Vereinigung von Räumen, die den
Ungleichheiten des Grundstücks angepaßt
sind.
Die "offenen" Seiten des Hauses zeigen zum Süden, wo man
eine Aussicht auf die Berge und das Meer hat,
geschützt vor den Alisios-Winden. Vulkansteine, alte
Eckbausteine und tropische Pflanzen sind die Ehrenbewohner des Hauses,
wo Blumen wie eine natürliche Verzierung wirken.
Ein Bühnenbild, einfach und wirkungsvoll.
Im Garten stößt man immer wieder auf versteckte,
romantische Sitzecken und verträumte
Aussichtspunkte. Hunderte von Gegenständen deuten auf die nie
ruhende Persönlichkeit der Eigentümer,
die mehrere Reisen im Jahr unternehmen.
"Es ist eigentlich kein Urlaub, den wir außerhalb
der Insel verbringen, denn auf Lanzarote in
unserem Haus haben wir immer das Gefühl, im Urlaub zu
sein", kommentiert uns Barbara, die Gattin von Luis Ibañez.
"Wir haben gerne Menschen in unserer Nähe und Luis sucht auch
immer einen ganz direkt Kontakt zu seinen
Kunden, somit sind wir selten allein. Auch haben wir viele gesellschaftliche Verpflichtungen einzuhalten und laden
gern Freunde zum Essen ein".
Zwischendurch, wenn die "Verpflichtungen"
es zulassen, genießt das Ehepaar Ibañez
ihre Kurzreisen auf´s Festland, New York, Paris, Marokko oder Ägypten
... wo sie Kunstausstellungen, die Oper oder Konzerte
besuchen .... und wo sie dann auf der Rückreise
immer wieder von einem neuen Kunstgegenstand begleitet werden.
"Wir haben uns nie auf das Dekorieren unseres
Hauses konzentriert. Auf jeder Reise finden
wir etwas, was uns besonders gut gefällt und wenn wir dann
heimkommen, wird es irgendwo im Haus aufgestellt,
ausgewechselt und umgestellt, somit findet in unserem Haus eine konstante
Änderung statt.
Bei dem Besuch einer Kunstmesse in Madrid haben wir
zwei Skulpturen von Josep Ginestar erworben
und zu Hause angekommen, "vorübergehend" im Eingang stehen lassen. Und dort stehen sie heute noch
und ich kann mir den Eingang ohne sie nicht
mehr vorstellen". Kunstgegenstände
zwischen fantastischer Vegetation: Kakteen, Hibiskus, eine Vielfalt von Aloepflanzen, Pfefferbäumen, Yuccas,
Drachenbäumen, Akazien ... wachsen langsam,
wie alles auf der Insel, wo die Zeit nicht gemessen wird. "Wir sind fanatische Tieftaucher und haben vor ca.
18 Jahren vor Puerto del Carmen einen der
ersten Unterwasserparks von Spanien gegründet, indem wir elf alte Fischkutter versenkt haben, wo heute wieder
ein großer Fischbe- stand herrscht und
das Ziel vieler Taucher geworden ist."
Die Menschen, die irgendwann über den Atlantik
gezogen sind, um besseres Land und Wohlstand
zu suchen, kommen langsam wieder zurück zu ihren Vulkanen, zu den
dunklen Tönen ihrer Landschaft, mit dem weißen Kontrast des
Sandes und dem kristallklaren Wasser, denn es ist
schwer, sich von diesem Land zu lösen:
"Ohne Frage, der Wechsel von der Malerei zum
Design war die Folge meiner ganz speziellen
Liebe zu dieser Insel, der Respekt vor den Einwohnern, seine
Kultur und seinen Traditionen".
Der geeignete Platz zur Schöpfung oder nur,
um einfach zu leben.
|
|